Verbreitung von Hämorrhoidalleiden

Die Verbreitung von Hämorrhoidalleiden, umgangssprachlich häufig mit Hämorrhoiden gleichgesetzt, kann nicht exakt belegt, sondern von Experten nur geschätzt werden. Der Hauptgrund dafür ist, dass es sich nach wie vor um ein Tabuthema in unserer Gesellschaft handelt. Die Betroffenen sind meist nur eingeschränkt bereit, Auskunft über ihre Beschwerden zu geben oder trauen sich aus Scham nicht, mit ihrer Erkrankung einen Arzt aufzusuchen. Wobei die Bereitschaft zum Arztbesuch in den letzten Jahren erfreulich zugenommen hat.

Dabei gilt: Hämorrhoiden sind eine sehr häufige Erkrankung

Allein in Deutschland gibt es jährlich circa 3,5 Millionen Fälle, die ärztlich behandelt werden. Die Dunkelziffer der Betroffenen dürfte allerdings sehr viel höher liegen. So hoch, dass man getrost von einer „Volkskrankheit“ sprechen kann.

In einigen Quellen ist von Quoten, die 70 bis 80 % betragen, die Rede. Andere Fachleute gehen davon aus, dass in etwa 50 % der Bevölkerung unter symptomatischen Hämorrhoiden leiden. Diese Schätzung scheint der Wirklichkeit nahe zu kommen.

In einer österreichischen Studie aus dem Jahr 2011 wurden knapp 1.000 Patienten im Rahmen der Krebsvorsorge auf Hämorrhoiden und ihre Einstufung hinsichtlich der verschiedenen Stadien untersucht. Insgesamt wurde bei fast 40 % der Untersuchten ein Hämorrhoidalleiden diagnostiziert. In 9 von 10 Fällen entfiel dabei die Klassifizierung auf die Stadien 1 und 2.

Übrigens sind Männer wie Frauen sind in etwa in gleichem Maße betroffen. Am häufigsten treten Beschwerden im Alter zwischen 45 und 65 Jahren auf. Das heißt aber nicht, dass nicht bereits 35-jährige auch darunter leiden können.

Egal wie hoch die Quote letztendlich ausfällt, ob 40, 50 oder 70%, Sie können auf alle Fälle getrost davon ausgehen, dass Sie mit ihren Problemen nicht allein dastehen, sondern sich in guter Gesellschaft befinden.

Die Gründe und Gegenmaßnahmen sind vielfältig

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der wir häufig den ganzen Tag sitzen, uns zu wenig bewegen und uns falsch ernähren. Verdauungsstörungen sind häufig die Folge. Beim Stuhlgang muss entsprechend stark gepresst werden. Viele Betroffenen ist nicht klar, wie Hämorrhoiden entstehen und wie man diesen vorbeugen und behandeln kann.

Das fängt bei einer sanften Analhygiene an und hört bei der richtigen Ernährung auf.