Was sind Hämorrhoiden?

Die meisten denken wahrscheinlich, dass Hämorrhoiden eine Krankheit sind. Dachte ich auch. Das liegt bestimmt daran, dass es sich um ein sogenanntes „Tabuthema“ handelt und kaum jemand darüber sprechen möchte, weil es peinlich oder unangenehm ist. Dadurch entstehen natürlich viele Fehlinformationen und Vorurteile. Viele denken, es handelt sich um eine „Oma-Krankheit“ oder glauben, das Ganze hat mit mangelnder Hygiene zu tun.

Alles falsch! Auch junge Leute, die es mit der Körperpflege sehr genau nehmen, können von dem Leiden betroffen sein. Gerade weil es zu diesem Thema so viele Missverständnisse gibt, versuche ich einmal etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Tatsächlich hat jeder Hämorrhoiden

Es handelt sich nämlich um Gefäßpolster, die aus Arterien und Venen bestehen. Es sind Schwellkörper, die auf dem Enddarm liegen und gemeinsam mit dem Schließmuskel dem Verschluss des Afters dienen. Von daher sind Hämorrhoiden ganz wichtig und von großer Bedeutung, ohne sie wäre man mehr oder weniger inkontinent.

Wenn der Volksmund jedoch häufig von „Hämorrhoiden“ spricht, ist damit tatsächlich das Leiden gemeint. Dann haben sich die Hämorrhoiden so vergrößert, dass man ein Brennen, Jucken, Nässen oder manchmal sogar einen Schmerz verspürt. Sie sind dann so groß, dass sie mit den Fingern zu spüren sind.

Was kaum ein Betroffener weiß: Er ist im wahrsten Sinn des Wortes nicht allein! Etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet in seinem Leben unter Hämorrhoiden. Da sie nicht von alleine verschwinden, ist es umso wichtiger sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Je früher, desto besser!