Hämorrhoidalgrade

Hämorrhoiden sind nicht gleich Hämorrhoiden. Mein Arzt erklärte mir, dass die Medizin beim Hämorrhoidalleiden vier Grade unterscheidet. Diese exakte Unterscheidung ist wichtig, um die passende Therapie zu finden.

Wenn die Hämorrhoiden noch im Anfangsstadium sind oder insgesamt noch nicht so weit fortgeschritten sind, gibt es natürlich andere Behandlungsmethoden als bei ausgeprägten Hämorrhoiden. Bei den ersten beiden Graden gibt es noch vergleichsweise „milde“ Behandlungsmethoden. Damit meine ich welche, die relativ schmerzlos und unkompliziert durchzuführen sind. Danach führt meistens kein Weg an einer Operation vorbei. Wobei ich hier keine Angst erzeugen möchte: OP bedeutet nicht zwangsläufig Schmerzen und Probleme.

Es gibt auch hier eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Problem in den Griff zu bekommen. Aber so eine Operation ist naturgemäß immer etwas aufwendiger als zum Beispiel eine Behandlung mit Salben oder Zäpfchen, unterstützt durch eine Ernährungsumstellung.

Am  besten ich beschreibe mal kurz die vier Grade:

Hämorrhoiden 1. Grades:

Die Hämorrhoiden kann man von außen nicht sehen. Die Knoten wölben sich nur etwas innerhalb des Darms vor.

Hämorrhoiden 2. Grades:

Die Knoten treten beim Pressen während des Stuhlgangs in den Analkanal vor, danach ziehen sie sich aber wieder von allein zurück.

Hämorrhoiden 3. Grades:

Ein oder mehrere Knoten können bei körperlichen Anstrengungen heraustreten. Das kann bei schweren Arbeiten, beim Laufen, aber natürlich auch beim Pressen während des Stuhlgangs der Fall sein. Nach dem Stuhlgang ziehen sie sich nicht mehr von selbst zurück, man kann sie aber noch mit den Fingern wieder zurückdrücken. Ab diesem Stadium muss in fast jedem Fall operiert werden.

Hämorrhoiden 4. Grades:

Die Hämorrhoiden fallen richtig raus, und lassen sich auch nicht mehr zurückschieben. Eine Operation ist in diesem Fall unumgänglich.

 

Ein Hinweis noch:
Die Beschreibungen dienen als Anhaltspunkt, sie ersetzen selbstverständlich nicht eine genaue Diagnose und Eingruppierung durch einen Facharzt.